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Meldeergebnis Flöte & Fagott 2018

 

228 Bewerber aus 38 Ländern der Welt

(cs) Flöte und Fagott werden im Mittelpunkt des 53. Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen stehen, der vom 3. bis 12. Mai 2018 erneut junge Musiker aus aller Welt in die Musikstadt einlädt. Beide Fächer sind nach längerer Zeit wieder im Wettbewerbskalender zu finden; einen Flötenwettbewerb gab es zuletzt 2002 in der Musikstadt, einen Wettbewerb für Fagott 2006. Dieser lange Zeitabstand tat der Attraktivität aber keinen Abbruch, denn zum Ende der Anmeldefrist lagen insgesamt 228 Bewerbungen aus 38 Ländern vor. Davon entfielen 146 auf das Fach Flöte und 82 auf das Fach Fagott. Besonders stark vertreten sind erneut junge Musiker aus Südkorea (38). Sie stellen in beiden Fächern die größte Bewerbergruppe. Gefolgt werden sie von Deutschland (23) und China (18). Bei den Bewerbungen im Fach Flöte entscheidet nun eine CD-Vorauswahl über die endgültige Zulassung zum Wettbewerb. Das Ergebnis wird Ende Februar veröffentlicht. Für die Bewerber im Fach Fagott wird keine CD-Vorauswahl durchgeführt, da es die Anzahl der Anmeldungen nicht erfordert. Hier erhalten alle Bewerber eine Einladung nach Markneukirchen. Insgesamt werden zu den drei öffentlichen Auswahlprüfungen und einer Finalrunde in jedem Fach sowie dem abschließenden Preisträgerkonzert außergewöhnliche Talente aus aller Welt erwartet.

Für den Wettbewerb 2018 hat der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, erneut die Schirmherrschaft übernommen. Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Peter Damm. Unter seiner Leitung werden die beiden Fachjuryvorsitzenden Prof. Eckart Haupt - Flöte (Deutschland) und Prof. Wolfgang Rüdiger – Fagott (Deutschland) gemeinsam mit international anerkannten Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in den beiden Fachjurys wirken. Dazu gehören im Bereich Flöte Prof. Dr. John R. Bailey (USA), Prof. Irmela Boßler (Deutschland), Prof. Dr. Daisuke Morota (Japan), Prof. Gaby Pas-Van Riet (Belgien), Prof. Roswitha Staege (Deutschland) und Prof. Jiří Válek (Tschechische Republik). Im Fach Fagott gehören der Jury an: Prof. Stefano Canuti (Italien), Frau Kari Foss (Norwegen), Prof. Pascal Gallois (Frankreich), Prof. Albrecht Holder (Deutschland), Prof. Valery Popov (Russland) und Prof. Alfred Rinderspacher (Deutschland).

Die Preisträger erwarten neben den Geldpreisen, die in diesem Jahr u.a. von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Volksbank Vogtland, der Merkur Bank Markneukirchen sowie dem Verein Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen gestiftet werden, auch Konzertengagements z.B. mit der Chursächsischen Philharmonie, sowie weitere Sachpreise Markneukirchener Instrumentenbauer wie eine Piccoloflöte der Firma Hammig, eine Generalüberholung für Fagott der Firma Gebrüder Mönnig und ein Einkaufsgutschein der Firma Buffet Crampon. Unterstützt wird der Wettbewerb darüber hinaus auch durch weitere Institutionen und Unternehmen der Region wie die Stadt Markneukirchen und die Sparkasse Vogtland und deren Stiftung.

Neben den vier Wettbewerbsrunden in beiden Fächern, die allen Interessierten offen stehen, können die Besucher abwechslungsreiche Rahmenveranstaltungen erleben. Eröffnet wird der Wettbewerb mit einem Konzert des Sinfonieorchesters Markneukirchen am Freitag, den 4. Mai 2018. Solist des Abends wird der 27-jährige Cellist Sol Daniel Kim aus Österreich sein. Er begeisterte als Preisträger des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen 2013 und kehrt nun mit dem Cellokonzert B-Dur von Luigi Boccherini an den Ort seines Erfolges zurück. Auf dem Programm des Abends stehen außerdem die Ouvertüre „Die Geschöpfe des Prometheus“ von Ludwig van Beethoven, sowie dessen 6. Sinfonie „Pastorale“. Eintritt: VVK 16,-/13,- Euro, AK 18,-/15,- Euro.

Das Blasorchester Markneukirchen, ebenfalls ein Laienorchester mit zahlreichen Musikinstrumentenbauern in seinen Reihen, gibt am darauffolgenden Dienstag, den 8. Mai 2018, ein Konzert in der Musikhalle Markneukirchen. Während der Wettbewerbstage wird es in den Instrumentenbau-Werkstätten und bei Ausstellungen auch die Möglichkeit  geben, den Instrumentenbauern über die Schulter zu schauen. Im Musikinstrumenten-Museum wird passend zu Wettbewerb im Fach Flöte am 5. Mai 2018 eine Sonderausstellung eröffnet zum Thema „Die Familie der Querflöte  - von Piccolo bis Subkontrabassflöte“. Ein Einführungsvortrag sowie zwei Konzerte mit Flötenensembles am 5. und 6. Mai umrahmen die Präsentation musikalisch.

Glanzvoller Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbes wird auch 2018 wieder das Preisträgerkonzert mit den Bestplatzierten des Wettbewerbes in den Fächern Flöte und Fagott am Samstag, dem 12. Mai 2018, 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen sein. Die beiden Bestplatzierten werden mit einem Flöten- bzw. Fagottkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart zu erleben sein. Diese Werke stehen auch in den Finalrunden am 10. Mai (Fagott) und am 11. Mai (Flöte) auf dem Programm. Die Begleitung wird von der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach übernommen. Die weiteren Preisträger stellen im Preisträgerkonzert ihr Können noch einmal mit den herausragendsten Interpretationen aus ihrem Wettbewerbsprogramm unter Beweis. Der Eintritt für diese Veranstaltung beträgt 8 €/10 € im Vorverkauf.

Weitere Informationen erhalten Sie im Sekretariat des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen, Tel.: 037422/41160, Fax: 037422/41169, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Amtsübergabe des Präsidenten für Saiteninstrumente

 Amtsübergabe des Präsidenten für Saiteninstrumente Prof. Julius Berger an Prof. Thomas Selditz

(cs) Der Charakter und die Qualität eines Musikwettbewerbes werden sehr stark von den Personen geprägt, die ihm als künstlerische Persönlichkeiten vorstehen. Sie geben dem Wettbewerb seine Prägung u.a. durch die Auswahl der Programme, eine ausgewogenen Zusammensetzung der Jury und eine sich gegenseitig befruchtende Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen schätzt sich sehr glücklich, in den Jahren seit 2003 mit Prof. Julius Berger eine herausragende Künstlerpersönlichkeit in der verantwortungsvollen Position des Präsidenten für Streichinstrumente zu haben und blickt sehr dankbar auf 7 gemeinsame Wettbewerbe in der Musikstadt im Vogtland zurück.

Prof. Berger hat nun mit nachstehenden Worten den Wunsch geäußert, das Amt des Präsidenten abgeben zu dürfen:

„Das Amt des Präsidenten des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen ist eines der schönsten, das ich jemals innehatte. Die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern, mit dem Organisationsteam um Frau Schmidt und zuletzt Frau Schlegel funktionierte  nicht nur reibungslos, die gemeinsamen Anstrengungen für die hochbegabte musikalische Jugend der Welt war stets effizient, kompetent und menschlich überaus erfreulich. Darüber hinaus entwickelten sich enge Kontakte des Wettbewerbes zu den Geigen- und Bogenbauern, ein wichtiges Anliegen meinerseits. Für all dies danke ich von Herzen!

Ich bitte um Verständnis, dass ich die Gelegenheit nutze, für das Präsidentenamt von nun an den in Plauen geborenen Wiener Universitätsprofessor Thomas Selditz vorzuschlagen. Es war immer mein Bestreben, dem Internationalen Instrumentalwettbewerb auch dadurch zu dienen, dass ich den Weg für eine neue Generation frei mache, für Innovation aber auch den Erhalt der erlangten Werte. Ich werde dem Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen stets verbunden bleiben und schließe mich dem Wort unseres verstorbenen Ehrenpräsidenten Kurt Masur an, der uns schrieb: „…Ich wünsche dem Internationalen Instrumentalwettbewerb ein ewig Leben.“

Am Mittwoch, den 9. Mai 2018, 19.00 Uhr, wird in der Villa Merz, Adorfer Straße 38, Markneukirchen die Amtsübergabe im Rahmen eines Cembalokonzertes stattfinden. Gäste sind herzlich willkommen. Eintritt: 12,- Euro

Der künftige Präsident des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen, Prof. Thomas Selditz, ist in Markneukirchen kein Unbekannter. Seine erste Berührung mit der Musikstadt hatte er im Jahr 1989 als Preisträger des damaligen Violawettbewerbes. Er studierte an der berühmten Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin bei Alfred Lipka.  Bevor er 2010 als Professor für Viola an die Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien berufen wurde unterrichtete er als Professor in Hannover und Hamburg. Sein Engagement als 1. Solo-Bratschist der Staatsoper Berlin gab er zugunsten seiner ausgeprägten Leidenschaft für Kammermusik und der Liebe zum Unterrichten 1999 auf. Seit nunmehr 25 Jahren tritt Thomas Selditz als Kammermusiker im internationalen Konzertleben in Erscheinung. Zu Beginn der 90er Jahre gründete er das Gaede Trio, mit dem er in Europa, Asien und in den USA auftrat. Die wichtigsten Werke für Streichtrio wurden in dieser Besetzung auf CD eingespielt. 2013 gab er diese Arbeit auf und war bis Sommer 2016 Bratschist im Hugo Wolf Quartett. Rund 20 CD-Einspielungen dokumentieren die Vielseitigkeit seiner solistischen und kammermusikalischen Projekte bei den Labeln Audite, Tacet, Largo Records/London, SONY, CPO, MDG, VMS, Megadisc classic. Einige davon erhielten die höchsten Auszeichnungen der Fachpresse (u. a. Diapason d’Or, 2003 Deutscher Schallplattenpreis, Pasticcio-Preis). Seine Konzerttätigkeit führte ihn in Konzertsäle wie die Wigmore Hall London, Frick Collection und Carnegie Hall New York, Cité de la Musique Paris, Auditorio Nacional de Música Madrid, Philharmonie Berlin, Kioi Hall Tokyo, zu Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Festival und dem Kissinger Sommer um nur einige zu nennen. In Markneukirchen wirkte Thomas Selditz zuletzt in den Jahren 2007, 2013 und 2017 in der Funktion des Fachjuryvorsitzenden für den Wettbewerb im Fach Viola.

Weitere Informationen erhalten Sie im Sekretariat des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen, Tel.: 037422/41160, Fax: 037422/41169, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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99 Teilnehmer aus 22 Ländern sind zum Wettbewerb 2018 angereist

(cs) Insgesamt 99 Teilnehmer nehmen am diesjährigen 53. Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen in den Fächern Flöte und Fagott teil. Von den 159 zugelassenen Bewerbern reisten am gestrigen Tag 51 Teilnehmer für das Fach Flöte sowie 48 Teilnehmer für den Wettbewerb im Fach Fagott an. Mit dem heutigen Probentag erreichen nun die Vorbereitungen ihren Höhepunkt und Abschluss.

Ab 4. Mai stellen sich dann die Teilnehmer zwischen 16 und 30 Jahren dem musikalischen Wettstreit, der über drei Auswahlprüfungen sowie eine Finalrunde mit Orchester ausgetragen wird. Die jungen Musikerinnen und Musiker stammen aus 22 verschiedenen Ländern. Darunter sind Teilnehmer aus Südkorea (22), Japan (10) und Deutschland (9) besonders stark vertreten, gefolgt von China (8) und Spanien (8). Sie werden sich den beiden internationalen Jurys in der ersten Auswahlprüfung mit einem zwanzigminütigen Programm vorstellen, darunter im Fach Flöte mit Werken von Georg Philipp Telemann, Wolfgang Amadeus Mozart und zeitgenössischen Komponisten wie Arthur Honegger oder Luciano Berio. Im Fach Fagott haben die Teilnehmer u.a. als Pflichtstück zwei Sätze aus einer Partita von Johann Sebastian Bach vorbereitet sowie ein Werk von Johann Wenzel Kalliwoda oder Carl Maria von Weber ausgewählt.

Der Wettbewerb findet für das Fach Flöte in der Musikhalle Markneukirchen und für das Fach Fagott im Alten Schloss in Erlbach statt. Beginn ist am Freitag jeweils 9.00 Uhr. Zu den Vorspielen sind Besucher herzlich willkommen. Insgesamt dauert der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen noch bis zum 12. Mai 2018.

 

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Finale im Fach Fagott

Finale im Fach Fagott – Die Preisträger stehen fest

(sh) Nach bereits drei durchgeführten Auswahlprüfungen wurde am Donnerstag, dem 10. Mai 2018 das Finale im Fach Fagott des diesjährigen Internationalen Instrumentalwettbewerbes in der Musikhalle Markneukirchen ausgetragen. Die drei Finalisten, Theo Plath (Deutschland), David Spranger (Deutschland) und Andrea Cellachi (Italien), traten ein letztes Mal vor die siebenköpfige internationale Jury und spielten um die Preise. Ihr außergewöhnliches Können stellten die drei Finalisten mit Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert in G-Dur unter Beweis. Begleitet wurden die Teilnehmer von der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter der Leitung ihres Chefdirigenten David Marlow.

Nach einer Juryberatung wurde das Ergebnis am Ende des Abends durch den Präsidenten Prof. Peter Damm bekanntgegeben:

  1. Preisträger …………………………………………………… David Spranger (D)
  2. Preisträger….………………………………………………… Andrea Cellachi (I)
  3. Preisträger …………………………………………………… Theo Plath (D)

Die drei Erstplatzierten werden zum Preisträgerkonzert am Samstag, dem 12. Mai 2018 noch einmal einen Querschnitt der Werke aus den verschiedenen Runden des Wettbewerbes vortragen. So wird der erste Preisträger, David Spranger noch einmal mit dem Werk der Finalrunde, W.A. Mozarts Konzert in B-Dur zu hören sein. Der Zweitplatzierte, Andrea Cellachi, wird ein Werk der dritten Auswahlprüfung, G.P. Telemanns Sonate in f-moll darbieten. Theo Plath wird als dritter Preisträger A. Tansmans Sonatine, ebenfalls ein Werk der dritten Runde, präsentieren. Karten für das Preisträgerkonzert gibt es an der Abendkasse für 12 Euro.

Bereits am morgigen Freitag, dem 11. Mai 2018 werden um 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen die drei Finalisten des Faches Flöte auftreten. Stefan Gottfried Tomaschitz (Österreich), Joidy Blanco (Venezuela) und Rute Fernandes (Portugal) werden das Konzert G-Dur von W.A. Mozart vortragen. Begleitet werden die Finalisten ebenfalls von der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach.  Karten für das Finale im Fach Flöte können zum Preis von 3 Euro an der Abendkasse erworben werden.

 

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Finale im Fach Fagott - ein Bericht

Ein Kampf dreier Giganten um den Siegeslorbeer – Finale im Fach Fagott

(gd) – Der 53. Internationale Instrumentalwettbewerb geht nun mit dem Finale im Fach Fagott auf die Zielgerade. Drei junge Fagottisten haben die ersehnte letzte Runde erreicht. Dort müssen sie noch einmal ihr ganzes Können unter Beweis stellen, denn kein geringeres Werk als das Konzert B-Dur, KV 191 für Fagott und Orchester (Allegro –  Andante ma Adagio – Rondo: tempo di menuetto) von W.A. Mozart (1756-1791)  steht auf dem Programm. Begleitet wurden die Solisten von der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter der bewährt einfühlsamen Leitung ihres Dirigenten David Marlow.

Das Konzert entstand 1774 in Salzburg im Auftrag des Fagott spielenden Freiherrn Thaddeus von Dürnitz. Mozart versuchte in diesem Konzert vor allem, die Spielmöglichkeiten des für Soloaufgaben selten herangezogenen Instruments voll auszuschöpfen. Daher rührt der weite, von hohen Klangregionen (eingestrichene Oktave) bis in die Tiefe der Kontraoktave reichende Intervallraum, der melodisch genutzt wird. Überdies ging es Mozart aber offensichtlich auch darum, zu zeigen, dass das Fagott, dem man gerne nur den Ausdruck des Komischen, Bukolischen zuordnet, auch kantabel blasen kann und melodische Schönheit zu gestalten vermag. Somit ist wohl dieses Werk prädestiniert für die Finalrunde eines Instrumentalwettbewerbes!

Als erster Finalist war Theo Plath (D), geboren 1994, an der Reihe. Er ist erster Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe und konzertiert solistisch mit bedeutenden Orchestern in Deutschland und dem Ausland. Als gefragter Kammermusiker ist er regelmäßiger Gast renommierter Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Davos Festival und den „Spannungen“ in Heimbach und musiziert dort mit Musikern wie Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Vilde Frang und Maximilian Hornung; außerdem ist er Mitglied des Monet-Bläserquintetts.

Zurzeit studiert Theo Plath im Master bei Prof. Dag Jensen an der HMT München. Regelmäßig engagiert er sich bei der Initiative „Rhapsody in School“ und vermittelt seine Begeisterung für klassische Musik an Schüler in ganz Deutschland. Im Jahr 2018 ist Theo Plath Solofagottist der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern. Charakteristisch für seinen Vortrag des Konzertes waren die zurückhaltende Tongebung, sein etwas introvertiertes Spiel und seine einfühlsamen Kadenzen. Er bewies in seiner Interpretation großes musikalisches Werkverständnis für die Musik Mozarts.

Der zweite im Bunde war David Spranger (D). Der 1988 geborene Künstler bekam seinen ersten Fagottunterricht im Alter von 13 Jahren bei Manfred Beyer (Staatskapelle Weimar) am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar. Später war er Jungstudent bei Prof. Frank Forst an der Hochschule für Musik. Schon früh förderte die aktive Teilnahme an Meisterkursen u.a. bei Klaus Thunemann, Eckart Hübner, Dag Jensen und Sergio Azzolini seine musikalische Ausbildung. Solistisch trat er bereits mit der Jenaer Philharmonie und der Staatskapelle Weimar auf. Ab 2008 studierte er an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar bei Prof. Frank Forst und wurde in dieser Zeit als Stipendiat in die „Hans und Eugenia Jütting“-Stiftung Stendal sowie die „Oscar und Vera Ritter“-Stiftung aufgenommen. Außerdem ist er Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe.

David Spranger war langjähriges Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und zwei Spielzeiten als stellvertretender Solofagottist im Beethoven Orchester Bonn tätig, bevor er in der Spielzeit 2015/16 Solofagottist im Rotterdam Philharmonic Orchestra wurde. Neben verschiedenen kammermusikalischen Tätigkeiten unterrichtet David Spranger auch im Rahmen der Rotterdam Philharmonic Codarts Academy.

David Spranger nutzte sämtliche Klangmöglichkeiten des Instrumentes, um dieser großartigen Komposition Mozarts gerecht zu werden. Sein Vortrag war introvertierter, die Tongebung rund und dennoch sehr differenziert. Er spannte mit seiner Interpretation, mit seiner wunderbaren dynamischen Gestaltung einen Ausdrucksbogen, der seine musikalische Reife erkennen ließ. Eine souveräne, überzeugende Darbietung!

 

Andrea Cellacchi, der dritte im finalen Ausscheid, geboren in Rom 1997, stammt aus einer Musikerfamilie. Er begann im Alter von 10 Jahren Fagott zu spielen. Mit 16 Jahren absolvierte er sein Studium am Conservatory of Latina „Ottorino Respighi“ mit höchster Auszeichnung.

Mit 18 Jahren erreichte er internationales Ansehen, nachdem er den ersten Preis beim zehnten „Aeolus“ Wettbewerb in Düsseldorf und, als erster Italiener überhaupt, den ersten Preis beim „Muri“ Wettbewerb in der Schweiz gewonnen hat. Weiterhin nahm er an Meisterkursen bei Deg Jensen, Matthias Ràcz, Klaus Thunemann,  Carlo Colombo, Stefano Canuti u.a. teil. Derzeit besucht er den Master Studiengang Music Performance an der Züricher Hochschule der Künste in der Klasse von Matthias Ràcz.

Im Alter von 19 Jahren wurde er erster Fagottist im Konzerthausorchester Berlin. Er trat als Solist u.a. mit den Münchner Symphonikern, dem Izmir Staatssymphonieorchester, der Meininger Hofkapelle, den Düsseldorfer Symphonikern, der Argovia Philharmonic und der Bad Reichenhaller Philharmonie auf. 2016 wurde ihm die Medaille des italienischen Abgeordnetenhauses als Anerkennung für sein Talent verliehen.

Auch Andrea zeigte eine sehr differenzierte Gestaltung der drei Sätze. Seine Interpretation der Mozart-Komposition unterschied sich von den vorhergehenden durch eine kraftvollere Tongebung. Andrea korrespondierte wunderbar mit dem Orchester und überzeugte vor allem im 3. Satz mit einer gefühlvollen, aber auch temperamentvollen Lockerheit.

Alle waren nun gespannt auf die Entscheidung der internationalen Jury, die dann bereits nach ca. 30 Minuten – das zeigt, dass die Jurymitglieder sich schnell einig waren – durch Prof. Peter Damm verkündet wurde:

  •  1. Preisträger …………………………………………………….. David Spranger (Deutschland)
  •  2. Preisträger …………………………………………………….. Andrea Cellacchi (Italien)
  •  3. Preisträger …………………………………………………….. Theo Plath (Deutschland)

Allen Preisträger die herzlichsten Glückwünsche und alles Gute, Gesundheit und viele Erfolge in ihrer musikalischen Laufbahn!

 

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