Neujahrskonzert 2016

(es) Willi Schwabe war am vergangenen Samstag in der Musikhalle – oder wenigstens doch sein Geist, verkörpert von Dietrich Mund. Mit einer Laterne – wie einst die DFF-Kultfigur – wandelte der Moderator zur Musik aus Tschaikowskys „Der Nussknacker“ durch die Zuschauerreihen und stimmte rund 700 Besucher auf den Abend ein.

Was werden sie sich wohl diesmal Besonderes ausgedacht haben? Das mag sich mancher im Saal gefragt haben. Zu vermuten war es, denn das Motto des Neujahrskonzertes lautete „Fil(m)harmonisches“. Und so war es denn auch, wie sich in den folgenden fast drei Stunden zeigte. Das Sinfonieorchester unter der Leitung von Matthias Spindler spielte Evergreens aus bekannten Filmen. Schwungvoll wie beim Wiener Opernball begannen die Musiker mit dem Strauß-Walzer „An der schönen blauen Donau“ aus „Odyssee im Weltraum“. Dann ging es Schlag auf Schlag: Medleys aus „Der Herr der Ringe“, „Jenseits von Afrika“, „Die Chroniken von Narnia“ und „Die glorreichen Sieben“, Schostakowitschs „The Second Waltz“ aus „Eyes Wide Shut“ und der „Titanic“-Ohrwurm von Celine Dion.

Doch damit nicht genug. Ein Konzert des Sinfonieorchesters ist mehr als ein „normales“ Konzert, bei dem allein die Musik und das Können des Orchesters ein Kommen lohnt. Die Musiker denken sich immer wieder und sehr zur Freude der Besucher ein paar Humor-Häubchen aus. In diesem Fall war es so: Passend zu den jeweiligen Musikstücken wurden Szenen aus den Filmen eingespielt. Das Holzbläser-Quintett beispielsweise trat zu Wildwest-Titeln von Ennio Morricone mit Cowboy-Hüten auf. Oder: Die Mitglieder des Blechbläser-Ensembles amüsierten bei Henry Mancinis „Pink Panther“ mit pinken Schwänzen, die Christa Wilms genäht hatte. Machte es schon Laune, sich Film-Evergreens so mitreißend gespielt anzuhören – die Musik stachelte auch an, sich allein wegen ihr diesen oder jenen Film noch einmal anzusehen. Es war ein begeisterndes Konzert – wie nicht anders zu erwarten.

Vor der Musik kamen Worte. In der ersten Neujahrsansprache seiner Amtszeit zog Andreas Rubner als Bürgermeister eine Bilanz der letzten zwölf Monate. Auf der Habenseite steht eine gute Infrastruktur, dass die Arbeitslosigkeit geringer als anderswo in Sachsen ist, ein nahezu optimales Schulnetz, die Arbeit von 60 eingetragenen Vereinen und ein breites Angebot von Kunst und Kultur. Dazu zählte Andreas Rubner hochkarätige Konzerte, Veranstaltungen in den Museen der Kommune, Ausstellungen und den Internationalen Instrumentalwettbewerb. „Dank an alle für ihr Engagement und ihren Beitrag, dass es sich lohnt, in Markneukirchen zu leben.“ Er hob als einen Höhepunkt im vergangenen Jahr hervor, dass der Vogtländische Musikinstrumentenbau ins bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde: „Wir spielen damit in der Bundesliga des Kulturerbes. Das ist ein Schatz, den wir nutzen müssen.“ Was wird 2016? Für rund fünf Millionen Euro wird die Kommune Investitionen tätigen. Unter anderem für die Feuerwehrwache nebst Busbahnhof, die Beleuchtung in Erlbach und Straßenbau in Landwüst und am Lutherplatz.

 

Preisträger 2015

Violine


1. Ziyu He

China

Biografie

 Ziyu He (geboren 1999 in Qingdao) ist ein österreichischer Violinist chinesischer Herkunft. Im Jahr 2014 gewann er für Österreich den ersten Preis des Eurovision-Young-Musicians-Wettbewerbs. Ziyu He erlernte das Geigenspiel ab dem Alter von fünf Jahren bei Professor Zhang Xiangrong. Im Jahr 2010 wurde Professor Paul Roczek vom Salzburger Mozarteum im Rahmen der österreichisch-chinesischen Musikakademie auf ihn aufmerksam und empfahl ihn für die Teilnahme an der internationalen Sommerakademie des Mozarteums. Seit 2011 lebt He in Salzburg und studiert am dortigen Leopold Mozart-Institut des Mozarteums.

He eröffnete mit Konzerten die Salzburger Festspiele in den Jahren 2010 und 2012. Im Sommer 2012 war er der jüngste Teilnehmer der Internationalen Musikakademie Meißen und wurde dort für den Szymon-Goldberg-Award Meissen ausgewählt.

2012 war er Gewinner der internationalen Sommerakademie des Mozarteums, 2013 errang er den dritten Preis und Sonderpreis "Sonate" beim Internationalen Wettbewerb für Geige in Kloster Schöntal. Beim Internationalen Louis Spohr Wettbewerb für Junge Geiger erhielt er 2013 den dritten Preis.


2. Shuichi Okada

Japan

Biografie

Shuichi Okada wurde 1995 in Bordeaux geboren. Er begann mit 5 Jahren Violine zu spielen. Nachdem er im Conservatory of Bordeaux bei Stephane Rougier studierte, wurde er am Pariser Konservatorium einstimmig im Alter von 15 Jahren in der Klasse von Roland Daugaril, Suzanne Gessner und Christoph Poiget angenommen. Zurzeit ist er im ersten Jahr der Meisterklasse. Mit Leidenschaft für die Kammermusik trat er 2012 dem namhaften Ysaye Quartett bei und erhielt so die Chance mit Lehrern wie Claire Desert, Francois Salque oder Trio Wanderer zu arbeiten. Er nimmt regelmäßig an Meisterkursen teil, zum Beispiel bei Mihawla Martin, Patrice Fontanarosa, Donk Suk Kang, Sarah Nemtanu und Stephan Picard.

Shuichi Okada nahm an der Seiji Ozawa Academy (Schweiz) und der Carl Flesch Academy teil, wo er einen Preis mit Orchester erhielt.

Er gewann viele Wettbewerbe, wie beispielsweise den zweiten Preis des International Competition Postacchini, den ersten Preis des International Competition Ginette Neveu, den ersten Preis und den Preis für die hervorragendste Persönlichkeit bei dem Wettbewerb in Mirecourt. Erst kürzlich wurde er in angesehenen Wettbewerben wie dem Lipizer (Görz) oder Fritz Kreisler (Wien) geehrt. Das gibt ihm die Möglichkeit mit Orchestern wie dem Opera Orchestra of Avignon, dem Orchester der Weimarer Musikhochschule, dem Nancy Symphony Orchestra, dem Orchester der DFO (am Salle Pleyel), dem Kammerorchester „New Europe“, dem Orchestra of Romania und der Philharmonie Baden-Baden zu spielen.

Shuichi ist regelmäßig Gast bei Festivals wie The Deauville Music Festival, dem „Les Vacances de Mr. Haydn“ Festival, dem Festival de la Roque d’Antheron, dem Festival „Moments Musicaux“ de la Baule und dem Festival de la Vézère.

Er hatte die Möglichkeit in großen Sälen als Solist oder Kammermusiker zu spielen, wie beispielsweise dem Salle Pleyel, Théâtre des Champs Elysées, Salle Cortot, Victoria Hall in Genf und im Wiener Musikverein.

Er spielt eine Violine von Francois-Louis Pique, die ihm großzügig von der Zilber Foundation geliehen wurde. 


3. Yasuka Morizono

Japan

Biografie

Yasuka Morizono wurde am 23. Dezember 1992 in Yokohama, Japan in eine Musikerfamilie geboren. Von 2008 bis 2011 erhielt sie Unterricht an der Toho Gakuen High School of Music von Masayuki Kino, wo sie 2011 graduierte. Seit 2011 studiert sie an der HfM Würzburg bei Prof. Herwig Zack. Zu ihren Lehrern zählen zudem Sachika Mizuno und Natsumi Tamai. Weitere musikalische Anregungen erhielt sie auf Kursen und Seminaren u.a. bei Ivry Gitlis, Régis Pasquier, Igor Ozim, Vadim Gluzman, Christian Altenburger, dem Juilliard String Quartet, dem Voces Quartet und dem Cuarteto Latinoamericano.

Sie ist Preisträgerin des 15. KOBE International Musikwettbewerbs (2. Preis, 2010 Kobe, Japan), des 26. Kanagawa Musikwettbewerbs (1. Preis, 2010 Kanagawa, Japan), des  DAAD Wettbewerbs (1. Preis, 2011 Würzburg, Deutschland) und des 31. Internationalen Violinwettbewerbs  „Premio Rodolfo Lipizer“ (5. Preis und ein Sonderpreis für die beste Interpretation eines modernen Violinkonzerts, 2012 Gorizia, Italien). Seit 2013 wird sie von der Stiftung „Yehudi Menuhin - Live Music Now“ gefördert. Im gleichen Jahr wurde ihr das Deutschlandstipendium zuerkannt. Als Solistin konzertierte sie mit dem Kanagawa Philharmonic Orchestra, dem Yokohama Symphonie Orchestra und dem Orchestra Göttinger Musikfreunde mit Werken von J. Sibelius, P. Sarasate, E. Lalo, M. Bruch und B. Bartok. 

Kontrabass


1. Dominik Wagner

Österreich/Deutschland

Biografie

Dominik Wagner wurde 1997 in Wien geboren. Nach 5-jährigem Cellounterricht wechselte er 2007 zum Kontrabass. 2007 bis 2011 war er Mitglied der Wiener Sängerknaben, ab 2008 Altsolist und wirkte bei Konzerten auch als Cello- und Kontrabasssolist mit. Seit 2009 hat er Unterricht im Rahmen des Hochbegabtenkurses der Wiener Musikuniversität bei Prof. J. Niederhammer und Mag. Werner Fleischmann.

Neben Erfolgen bei nationalen Jugendwettbewerben (mehrmals 1. Preise im Bundeswettbewerb von Prima la musica), erlangte Dominik Wagner auch Preise der European String Teacher Association, beim Internationalen Festival Allegro Vivo, beim internationalen Wettbewerb an der Gnesin Academy Moskau (1. Preis, 2012), beim Leos Janacek Wettbewerb, Brno sowie beim Internationalen Golden Bass Wettbewerb Lemberg, Ukraine. Geehrt wurde er ebenso mit dem Preis für Streichersolisten der internationalen Sommerakademie Prag-Wien-Budapest, mit Sonderpreisen des Internationalen Osaka Wettbewerbs in Japan sowie für die beste Interpretation des modernen Pflichtstücks des J.M. Sperger Wettbewerbs.

Als Solist ist er in Europa mit mehreren Orchestern aufgetreten wie den Young Master Players der Wiener Musikuniversität, der Polnischen Kammerphilharmonie, dem Moravian Chamber Orchestera, dem Franz Schmidt Kammerorchester, dem Opera Studio Orchester Lviv, dem Münchner Jugendorchester im Gasteig, der Rheinischen Philharmonie Koblenz und dem Ensemble Kontrapunkte.

Er besuchte Meisterkurse und hatte Unterricht bei Petru Iuga, Bernhard Ziegler, Christine Hoock, Dorin Marc, Johannes Auersperg, Roman Patkolo, Jiri Hudec und Catalin Rotaru.

Dominik Wagner ist Mitglied der LGT Young Soloists, Zürich. 


2. Viktor Osokin

Ukraine

Biografie

Viktor Osokin kam 1992 in der Ukraine zur Welt. Im Alter von 12 Jahren erhielt er seinen ersten Kontrabassunterricht an der "P. Stolyarsky Musikschule" in Odessa. Ab 2010 setzte er seine Ausbildung an der "Musikakademie A. Nezdanova" bei Vladimir Chekalyuk fort. Seit dieser Zeit ist er am National Academic Opera and Ballet Theatre Odessa beschäftigt.

Viktor Osokin ist Preisträger folgender Wettbewerbe:
2013 - 1. Preis beim "21st Century Art" Wettbewerb in Vorzel, Ukraine
2013 - 1. Preis beim 19. Internationalen Musikwettbewerb "E. Coca" in Moldawien
2013 - 2. Preis beim 1. Internationalen Kontrabasswettbewerb "Golden Bass" in der Ukraine 

3. Marek Romanowski

Polen

Biografie

Marek Romanowski machte seinen Abschluss an der Karol Szymanowski Musikakademie in
Katowice in der Klasse von Jan Kotula mit Auszeichnung.

Er gewann verschiedene Preise bei Wettbewerben in Polen, Deutschland, Frankreich, der Ukraine, Russland,  Dänemark und der Tschechischen Republik und verfeinerte seine Fähigkeiten bei Meisterkursen in Łańcut, Głuchołazy, Wrocław, Bałoszyce, Brno (Tschechische Republik) und Sion (Schweiz) bei Professoren wie Bozo Paradzik, Miloslav Jelinek, Irena Olkiewicz, Bogusław Furtok, Gunars Upatnieks, Klaus Trumpf, Krzysztof Firlus und Thierry Barbe.

Marek Romanowski nahm Unterricht bei Lehrern wie Jadwiga Kaliszewska und Dominik Polonski. Er hatte Auftritte bei verschiedenen polnischen Musikfestivals und spielte unter anderem auch mit mehreren Orchestern wie der Silesian Philharmonie, dem Silesian Ensemble, dem Opera-Studio Lviv Orchester und der Navarra Philharmonie.

Seine Begabung wurde mit zahlreichen Stipendien geehrt, zum Beispiel durch den Präsidenten von Katowice, das polnische Ministerium für Kultur, das Polnische Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung, und vom Rektor der Musikhochschule Katowice. Außerdem überreichte man Marek Romanowski den Sonderpreis des „Polish National Center of Culture“. Er spielt einen Kontrabass des polnischen Instrumentenbauers Marian Pawlik aus dem Jahr 2011. 

Wettbewerbsprogramm 2016 Horn & Tuba

Wettbewerbsprogramm Horn 2016

Wettbewerbsprogramm Tuba 2016

 

Meisterkurse 2017

Auch im Jahr 2017 wird der Verein Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen die Zusammenarbeit mit der Firma Gebrüder Mönnig Holzblasinstrumente Markneukirchen fortsetzen und so sind erneut vier Meisterkurse für Fagott, Kontrafagott und Oboe geplant. Die Reihe beginnt im Februar mit einem Kurs für Oboe mit Prof. Gregor Witt. Ihm folgen Gernot Friedrich und erstmalig Prof. Tobias Pelkner in einem Doppelkurs für Fagott und Kontrafagott vom 7. bis 11. März. Bereits zum vierten Mal wird im April der brasilianische Oboist Prof. Washington Barella zu Gast sein bevor schließlich Prof. Frank Forst die Reihe mit einem Fagott-Meisterkurs im September abschließt.

Alle Kurse erstrecken sich über fünf Tage und enden jeweils mit einem öffentlichen Abschlusskonzert im Foyer der Schuster-Villa (Gebäude der Firma Gebrüder Mönnig, Pestalozzistraße 19, Markneukirchen). Alle Interessenten sind herzlich dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Neben den Meisterkursen für Holzblasinstrumente steht auch erneut ein Zither-Workshop mit Prof. Wilfried Scharf auf dem Plan sowie erstmals ein Seminar für Hackbrett. Beide Kurse werden in Zusammenarbeit mit der Firma Horst Wünsche Zitherbau Markneukirchen im ifa-Ferienpark Hohe Reuth in Schöneck durchgeführt.

Die Termine in der Übersicht:

13.-17.2.2017        Meisterkurs für Oboe mit Prof. Gregor Witt

7.-11.3.2017        Meisterdoppelkurs für Fagott und Kontrafagott mit Prof. Pelkner und Gernot Friedrich

18.-21.5.2017        Meisterkurs für Zither mit Prof. Wilfried Scharf

24.-28.4.2017      Meisterkurs für Oboe mit Prof. Washington Barella

11.-15.9.2017      Meisterkurs für Fagott mit Prof. Frank Forst

2.-6.10.2017        Meisterkurs für Klarinette mit Prof. Karl Leister

10.-12.11.2017      Meisterkurs für Hackbrett