Finalisten im Fach Oboe stehen fest
(cs) Die Finalisten des diesjährigen 45. Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen im Fach Oboe stehen fest. Am späten Mittwochabend qualifizierten sich von den 7 Kandidaten der 3. Auswahlprüfung nicht nur wie sonst üblich 3 für die Finalrunde sondern es wurden 4 Finalisten von der 9-köpfigen Jury unter dem Vorsitz von Prof. Günther Passin zugelassen.
Sie werden sich am Donnerstag abend, 19.00 Uhr in der Musikhalle mit dem Konzert für Oboe und kleines Orchester D-dur AV 144 von Richard Strauss vorstellen und um die Gunst von Jury und Publikum wetteifern. Die Begleitung übernimmt die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter der Leitung von Jiri Malat. Karten für diese Veranstaltung können zum Preis von 3 Euro an der Abendkasse erworben werden.
Cristina Gómez Godoy
wurde 1990 in Spanien geboren. Sie studierte an den Konservatorien in Jaen und Sevilla um anschließend bei Prof. Gregor Witt zunächst in Sevilla und anschließend in Rostock ihre Ausbildung fortzusetzen. Orchestererfahrung erwarb Cristina Gómez Godoy u.a. im West Eastern Divan Orchestra, dem World Orchestra of Jeunesses Musicales und in verschiedenen spanischen Orchestern. Kammermusikalisch arbeitete sie u.a. mit Daniel Barenboim am Mohzarteum, Salzburg und an der Staatsoper Berlin. Gegenwärtig ist sie Solooboistin derReal Orquesta Sinfónica de Sevilla und Mitglied im West-Easter Divan Orchestra.
Thomas Hecker
wurde 1985 geboren. Seinen ersten Oboenunterricht erhielt er bei Almut Rönnecke am „Robert Schumann Konservatorium“ Zwickau, wechselte dann zu Christoph Gerbeth nach Dresden, bevor er 2004 sein Studium bei Klaus Becker an der „Hochschule für Musik und Theater“ Hannover aufnahm. Er gewann mehrfach erste Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Außerdem ist Thomas Hecker Stipendiat der „Deutschen Stiftung Musikleben“ und wird in die 53. Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ aufgenommen. Als Preisträger des „Deutschen Musikwettbewerbes“ in der Kategorie Oboe trat er mit dem „Beethoven-Orchester“ Bonn und der „Rheinischen Staatsphilharmonie“ Koblenz auf. Orchestererfahrungen sammelte Thomas Hecker u.a. in der „NDR-Radiophilharmonie“ Hannover und als Praktikant im „Gürzenich-Orchester“ Köln. 2009 erhielt er einen Zeitvertrag als Solooboist im Gewandhausorchester zu Leipzig. Seit August 2009 spielt er ebenfalls als Solooboist im „Deutschen-Symphonie-Orchester“ Berlin.
Ivan Podyomov
wurde 1986 in Archangelsk, Russland, geboren. Seine musikalische Ausbildung begann er an der renommierten Moskauer Gnessin-Musikakademie mit einem Blockflötenstudium bei Ivan Pushetchnikov, bei dem er ab 1996 bis zu seinem Abschluss 2003 auch Oboe studierte. Seit 2006 studiert Ivan Podyomov am Konservatorium in Genf bei Maurice Bourgue. Er konzertierte mit verschiedensten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Kammerorchester, dem Collegium Musicum Basel, der Kammerakademie Potsdam, den Pilsener Philharmonikern und den Hofer Symphonikern. Als Solist und Kammermusiker gastierte Ivan Podyomov an namhaften Häusern in ganz Europa wie dem Konzerthaus Berlin, dem Wiener Konzerthaus, dem Herkulessaal und Prinzregententheater München und am Rudolfinum in Prag. Er spielt auf zahlreichen Musikfestivals wie dem Prager Frühling, den Brandenburger Sommerkonzerten, dem ARD Kammermusikfestival, dem Musikfest Nymphenburger Sommer und für Aufnahmen von Rundfunkanstalten in Deutschland, Tschechien und Russland. Außerdem wird Ivan Podyomov regelmäßig als erster Gastoboist von Orchestern wie dem Frankfurter Radio Symphonie Orchester, dem Stuttgart Radio Symphonie Orchester, dem National Philharmonic Orchestra of Russia, der Russischen Philharmonie u. A. eingeladen. Zukünftige Auftritte schließen sein Debüt für Deutschlandradio Kultur mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in der Berliner Philharmonie, ein Solorecital im Auditorium du Louvre in Paris, ein Konzert mit der Tschechischen Kammerphilharmonie beim Festival Prager Frühling sowie diverse Konzerte in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, der Slowakei und Russland ein.
Maria Sournatcheva
Maria Sournatcheva wurde 1988 in Moskau geboren. Seit ihrem sechsten Lebensjahr besuchte sie dort die Gnessin-Musikschule, wo sie Unterricht in Klavier und Blockflöte erhielt. Ein Jahr später legte sie den Schwerpunkt ihrer musikalischen Ausbildung auf Oboe. Auf Einladung der Spivakov-Stiftung reiste sie im Jahr 2000 zu Konzerten in die USA, nach Kanada und Frankreich. Als Preisträgerin des Internationalen Jugendwettbewerbs der „Oldenburger Promenade“ erhielt sie 2001 von der Hochschule für Musik und Theater Hannover das Angebot, ihre musikalische Ausbildung in der Oboenklasse von Prof. Klaus Becker fortzusetzen. Seit Mai 2002 studiert sie in Hannover am Institut zur Frühförderung Hochbegabter (IFF). Inzwischen hat sie an über 100 Konzerten mitgewirkt. 2004 wurde sie mit dem Förderpreis des Braunschweig Classix Festivals in einem Konzert mit dem Staatsorchester Braunschweig ausgezeichnet und wurde Mitglied im Bundesjugendorchester des Deutschen Musikrats. Sournatcheva ist seit 2005 Stipendiatin der Yehudi Menuhin Förderung „Live Music Now“ und wird im Jahr 2009/10 durch das Gerd Bucerius-Förderstipendium der ZEIT-Stiftung in der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert.
|