„Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da ...“
(gd) – Dieses Motto aus einem alten Schlager von 1938 konnte gut und gern als Motto für die „Nacht der musikalischen Museen“ am Samstag, dem 08. Mai 2010, stehen. Denn als ein Teil des Rahmenprogramms des Internationalen Instrumentalwettbewerbes luden die vier Museen, die mit Musik etwas zu tun haben – Musikinstrumenten-Museum; Hüttels Ausstellung mechanischer Musikinstrumente; Historisches Sägewerk und Framus-Museum – zu einem fröhlichen nächtlichen Bummel durch die interessanten Ausstellungen ein.
Viel Volk aus nah und fern war zu sehen, besonders im Gerber-Hans-Haus, denn dort wurde auch Live-Musik geboten. Die Markneukirchner Band „Still Friends“ spielte auf und sorgte für eine tolle Stimmung mit vielen eigenen Songs (z.B.:„Scheißkerl“, „Kreidekreuze“ oder auch „Zeit der Helden“), deren Texte aus der Feder des ehemaligen Band-Mitglieds Jörg Rissel stammen. Es hat Spaß gemacht, ihnen zuzuhören, denn es war gute „hausgemachte“ Rock-Musik, die sich angenehm abhob von der „synthetischen“ Musik z.B. eines Dieter Bohlen! Ute Schumacher (Gesang, Saxophon, Flöte), Sascha Weber (Gitarre, Gesang), David Hensel (Gitarre, Gesang), Matthias Wabnitz (Bass) und Thomas Wild (Schlagzeug) sah man die Freude an, miteinander und für das interessierte Publikum zu musizieren.
So pendelten viele Besucher zwischen musikalischer Unterhaltung und musealem Angebot des Musikinstrumentenmuseums und des Historischen Sägewerkes (mit der Ausstellung zur Markneukirchner Stadtgeschichte) hin und her – und wenn die Temperaturen noch etwas milder gewesen wären, hätte man das ganze noch zu einem fröhlichen Straßenfest erweitern können.
Schade, dass die anderen beiden Ausstellung etwas weiter entfernt waren, aber auch dort, vor allem in Hüttels Musikwerkausstellung war ein recht reger Publikumsverkehr, ob es eine „Motorroller-Gang“ aus Oberfranken war oder Einheimische wieder mal den Weg ins Museum fanden, alle Besucher wurden von der Familie Hüttel freudig empfangen, stolz durch ihre Ausstellung geführt und natürlich – wie es bei ihnen so üblich ist – alle Ausstellungsstücke wurden auch akustisch vorgeführt! Ja, Das Ehepaar Hüttel, das heuer das 30jährige Bestehen ihres Museums feiern kann, darf wirklich stolz sein auf das, was sie mit ihren eigenen Händen, mit viel Liebe und Schweiß und ohne finanzielle Unterstützung aufgebaut haben! Wie viel Enthusiasmus und handwerkliches Geschick und Können gehört dazu, aus alten verrosteten, verfaulten und funktionsuntüchtigen mechanischen Instrumenten wieder solche Prachtstücke, wie sie in diesem kleinen Museum stehen (z.B. die Notenstanzmaschine als Weltunikat), hervorzuzaubern!! Ein großes Dankeschön an die beiden für diese Bereicherung in der Museumslandschaft unserer Stadt Markneukirchen!!
Aber auch auf das Framus-Werksmuseum können die Markneukirchner stolz sein, auf die wieder wunderschön restaurierte „Brehmer-Villa“ und natürlich auf die interessante Ausstellung über die Entwicklung dieser weltbekannten Firma, die von berühmten Stars, wie z.B. Billi Lorento, Volker Kriegel, Peter Kraus oder den Beatles und Rolling Stones, begleitet wurden. Alle spielten Gitarren aus dieser Firma.
Mir schmerzten dann schon meine Füße etwas nach all den vielen „Metern Museum“, doch mein Fazit: Eine gelungene „Nacht der Museen“, auch wenn von den Wettbewerbs-teilnehmern, Juroren und Korrepetitoren leider nur wenige die Chance einer „musealen Vergnügungsmeile“ genutzt haben! Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter dieser vier Museen für ihr Engagement nicht nur an diesem Abend!
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